Montag Abend kam ich mit meinem Sohn Patrick in Edinburgh an. Am nächsten Tag montierte ich mein Rennrad und es ging zum ersten Mal auf schottische Straßen. Der Linksverkehr ist schon eine ziemliche Herausforderung gewesen und ich war jedes Mal froh, wieder daheim zu sein. Am Donnerstag holte ich m…
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Montag Abend kam ich mit meinem Sohn Patrick in Edinburgh an. Am nächsten Tag montierte ich mein Rennrad und es ging zum ersten Mal auf schottische Straßen. Der Linksverkehr ist schon eine ziemliche Herausforderung gewesen und ich war jedes Mal froh, wieder daheim zu sein. Am Donnerstag holte ich mir die Startnummer ab und nahm am Briefing teil. Freitag in der Früh mit dem Zug nach Perth, wo Start und Ziel der WM war. 158 km und 1800 Höhenmeter waren zu absolvieren. Nach dem Startschuss ging‘s gleich ordentlich zur Sache und die ersten 40 KM war die Gruppe sehr eng beieinander. Der erste Berg wurde mit ordentlichem Druck am Pedal gefahren und da galt es, nur nicht den Anschluss zu verlieren. Nach einiger Zeit lichtete sich das Feld und man konnte auch die Umgebung in den Highlands genießen. Bei der 2. Labe begann ein langer Anstieg und endlich konnte ich mein Tempo bergauf fahren. Einer nach dem anderen wurde überholt und ich konnte zu einer schnelleren Gruppe aufschließen. Die nächsten 30 KM ging es bergab und wir fuhren mit 60-75 km/h durch die Dörfer, ein Heidenspaß kann ich nur sagen. Die Labstellen waren sehr ungünstig platziert da wir mit über 40 bzw 60 km/h durchrasten und niemand stehen bleiben wollte. Zum Glück war es an diesem Tag nicht heiß, so fand ich mit meinen 2 Flaschen das Auslangen. Am Schluss noch eine Haarnadelkurve, wo der letzte leichte Anstieg zum Ziel war. Noch mit einigen Reserven in den Beinen konnte ich einige Plätze gut machen. Nach 4:21 Stunden fuhr ich über die Ziellinie und war glücklich, unfallfrei angekommen zu sein. Bei 213 gewerteten Startern in meiner Altersklasse, konnte ich den 108. Platz erreichen. Am Zielareal gönnte ich mir ein Bier mit Burger und Pommes, genoss die Atmosphäre und die WM. Es ist schon etwas Besonderes, bei einer Weltmeisterschaft mitmachen zu können bzw dürfen.