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Wettkampf2022-09-18

UCI 2022 Gran Fondo World Championships in Trient, Italien

Am Sonntag, dem 18. September 2022 wurde in Trient in der Region Trentino, Italien die UCI Grand Fondo Weltmeisterschaft ausgetragen. Für Mario Mayer und Martin Klikovics ist dabei ein Traum in Erfüllung gegangen – einmal bei einer WM teilnehmen zu können.

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Am Sonntag, dem 18. September 2022 wurde in Trient in der Region Trentino, Italien die UCI Grand Fondo Weltmeisterschaft ausgetragen. Für Mario Mayer und Martin Klikovics ist dabei ein Traum in Erfüllung gegangen – einmal bei einer WM teilnehmen zu können.

Wobei zu erwähnen sei, dass Mario bereits 2012 bei der Einrad WM in Brixen in Südtirol teilgenommen hat und somit kein Debütant mehr war.

Am Freitag reisten die Beiden mit deren Betreuerinnen Doris und Lisi in der schönen Stadt Trient an, wo bereits zahlreiche Teilnehmer in deren Nationaltrikots herumfuhren.

Samstag Vormittag wurde das Startpaket abgeholt und nachmittags gab es ein Fahrer Briefing bei dem das WM OK Team den Ablauf des Rennens, das Reglement und offene Fragen besprochen wurden.

Nach dem Briefing machten wir noch eine kurze Ausfahrt für den Material-Check und Einsicht des Streckenverlaufs bis zum 1. Anstieg der WM Strecke, wo wir bereits erahnen konnten was am nächsten Tag auf uns zukommen wird. Die Vorfreude steigerte sich bereits.

Sonntag – Renntag

Gut gestärkt vom Frühstück rollten wir gemeinsam Richtung Startzone, wo das Malheur seinen Lauf nahm. Martin fuhr über einen Glassplitter einer zusammengeschlagenen Vodka Flasche und zog sich einen 5 mm langen Schnitt zu, den die Dichtmilch, die wie eine Fontäne aus dem Hinterreifen spritzte, nicht mehr abdichten konnte.

Nur noch 20 Minuten bis zum Start – Hektik brach aus! Die Beruhigungsversuche von Mario waren erfolglos.

Zum Glück war ein Shimano Servicestand in der Nähe, den wir aufgeregt aufsuchten. Nach kurzer Erklärung beschlossen wir einen neuen Reifen inkl. Schlauch am Laufrad unter Mithilfe der Mechaniker zu montieren.

Die Zeit des Boxenstopps war rekordverdächtig.

Nur noch 10 Minuten bis zum Start, Stress pur – die vorderen Plätze im Startblock, die nach Altersgruppen aufgeteilt waren, waren schon vergeben, somit blieb nur im hinteren Drittel Platz für uns beide.

Eckdaten des Rennens: 144 KM mit 3.900 HM

3, 2, 1 GO – die ersten 10 KM waren flach mit hohem Tempo. Mit einem Schnitt von 42 km/h kamen wir zum ersten Anstieg nach Le Viote. 1.400 HM am Stück auf 20 KM Länge mit durchschnittlich 10 % Steigung. Oben angekommen folgte eine rasante Abfahrt ins Tal mit bis zu 80 km/h. Es folgte eine kurze Flachpassage mit ein paar HM zwischendurch, wo es von Vorteil war, in einer Gruppe zu fahren um den Windschatten zu nutzen.

Der zweite Anstieg zum Monte Bondone war auch nicht minder zum Ersten: 1.300 HM am Stück auf 17 KM mit einer durchschnittlichen Steigung von ca. 9 %. Der dritte und letzte Anstieg hatte es auch noch in sich: 515 HM auf 7 KM, Steigung durchschnittlich 8 %.

Martin: "obwohl meine Beine schon ziemlich leer waren, konnte ich noch etliche Fahrer überholen."

Mario: "beim dritten Anstieg, konnte ich das Tempo mit einer anderen Gruppe nicht mehr mitgehen und musste mein eigenes Tempo fahren. Da waren bereits 3400 HM abgespult ".

Nach einer kurzen rasanten Abfahrt überquerten wir überglücklich, unfall- und pannenfrei die Ziellinie im Zentrum von Trient.

Martin in einer Zeit von 5:39 Stunden – Platz 102 von 150 Teilnehmer in der Altersgruppe 45 – 49.

Mario in einer Zeit von 6:10 – Platz 148 von 181 Teilnehmer in der Altersgruppe 50 – 54.

Bei der anschließenden Pasta Party plauderten wir mit dem Gesamtsieger und Weltmeister Stefan Kirchmair aus Österreich, der die Strecke in 4:14 Stunden (Wahnsinnszeit) absolvierte.

Zusammengefasst war es ein einmaliges, unvergessliches Erlebnis für die beiden RLC´ler bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein, an der 58 Nationen (USA, Kanada, Mongolei, Zimbabwe, Neuseeland, Australien, Japan, …. und natürlich sehr viele europäische Länder) mit 1.500 Athleten teilnahmen.

Wir gratulieren zu den tollen Leistungen.