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Wettkampf2022-08-28

Dr. Thomas Schuck beim Ötztaler

Eines vorweg, 190cm Körpergröße mit zugegebenen 90 kg sind nicht die besten Voraussetzungen für ein Radrennen über 227 km sowie 5500 Höhenmetern – den 41. Ötztaler Rad Marathon.

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Eines vorweg, 190cm Körpergröße mit zugegebenen 90 kg sind nicht die besten Voraussetzungen für ein Radrennen über 227 km sowie 5500 Höhenmetern – den 41. Ötztaler Rad Marathon.

Aber nun der Reihe nach. Die Anreise erfolgte am Donnerstag mit der ganzen Familie in ein wunderschönes Hotel mitten in Sölden. Nach einer kurzen Runde am Nachmittag stand am ersten Tag aber nicht mehr viel am Programm.

Am nächsten Tag war der Plan eine gemütliche Wanderung nach Gondelfahrt auf 3000 m Höhe zu absolvieren. Aus dieser kurzen Runde wurde ein steiler Abstieg über 1000 Höhenmeter sowie knapp dreieinhalb Stunden mit darauffolgendem Muskelkater. Das Treppensteigen war in der Folge in den nächsten drei Tagen nahezu unmöglich. Nicht die besten Voraussetzungen für ein Rennen mit über 5000 Höhenmetern; der Masseur konnte zumindest eine Schadensbegrenzung betreiben und einen Start ermöglichen.

Die Nacht davor war eher kurz, denn schon um 4:00 Uhr läutete der Wecker. Das Hotel hatte aufgrund der vielen Ötztaler Teilnehmer das Frühstück bereits um 4:00 Uhr gerichtet. Um 5:30 Uhr ging es Richtung Startgelände um möglichst weit vorne starten zu können. Dieser Plan ging nicht auf wie das Bild erkennen lässt. Um 6:30 Uhr pünktlich erfolgt der Startschuss.

Auf der zügigen Abfahrt nach Ötz kam es neben mir zum ersten schweren Sturz mit knapp 60km/h. Der Anstieg zum Kühtai wurde mit Wattmesser zwischen 250 und 300 W gefahren um nicht in der Euphorie zu viele Körner zu verbraten. Die Abfahrt vom ersten Pass mit 102 Kmh war genau meine Stärke. Von Platz 1500 konnte ich mich auf ca. 500 verbessern. Am Anstieg zum Brenner war es wichtig, eine gute Gruppe zu erwischen um Kräfte zu sparen. Am Jaufenpass dann der nächste stramme Anstieg mit erneuter sehr schneller Abfahrt.

Mit eigentlich guter Laune und relativ guten Beinen erreichte ich das Timmelsjoch.

Nach knapp 180 km in den Beinen ging es dann 29km lang Kehre für Kehre bis auf 2500 m Höhe. Da war die gute Laune auch verflogen. Nur mühsam konnte ich den Anstieg meistern und quälte mich die Höhenmeter drei Stunden lang nach oben. Am Berg erwischte uns ein leichter Schauer bei sonst ganz guten Bedingungen.

Nach etwas unter 11 Stunden erreichte ich dann durchnässt und mit ziemlich müden Beinen das Ziel in Sölden. Sag niemals nie, aber eine weitere Teilnahme ist derzeit nicht geplant. Alles in allem jedoch ein Erlebnis und eine schöne Radfahrererinnerung.

PS: Sollte jemand einen Start planen, kann ich jedoch gerne hilfreiche Tipps geben um wichtige Minuten zu sparen.